Eine Trennung verarbeiten

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Ich bin traurig. Dieses unangenehme Gefühl im Bauch. Dieses Gefühl, man hätte vielleicht doch nicht alles gegeben, dieses Vielleicht-hätte-es-doch-funktionieren-können. Immer wieder spukt mir mein Ex durch den Kopf. Orte, die man gemeinsam begangen hat. Erinnerungen, die sich überall finden lassen. Dinge, die er einem geschenkt hat, fliegen einem in die Hände.

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Und wie immer habe ich damit positive wie negative Assoziationen. Die Liebe, die Sehnsucht, der Spaß. Der Schmerz, die Trauer, der Streit. Das Gefühl, dass er manches nicht gern für mich getan hat. Nur dafür, dass er von mir (wert)geschätzt wird.

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Dabei schätze ich einen Menschen doch nicht aufgrund der Dinge, die er mir schenkt, sondern aufgrund seines Verhaltens mir gegenüber. Klar ist er mal schlecht drauf, kein Problem, doch sollten Respekt und Nettigkeit vorrangig herrschen. Ein liebevolles, achtsames Miteinander und Füreinander – nicht Gegeneinander.

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Allein sein aushalten

Es ist schwer, sich immer wieder daran erinnern zu müssen, dass es die richtige Entscheidung war. Immer wieder auf die Liste zu schauen, die einen daran erinnern soll, was einfach nicht ging, damit man nicht auf die Idee kommt, sich doch bei ihm zu melden, weil man allein ist, es im Bett ohne ihn kalt ist, weil man einfach manchmal jemanden bräuchte, der einen hält und bei dem man sich anlehnen kann, weil man sich geborgen fühlt.

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Die Liebe, die Sehnsucht, der Spaß.

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Glücklicherweise durfte ich dank dieser Beziehung ein weiteres Mal erfahren, welche Gefühle ich imstande bin, für jemanden zu fühlen, auch wenn die beidseitigen starken Gefühle leider nicht für  eine funktionierende Beziehung ausreichten. Es gehört, so schmerzhaft es auch ist, mehr dazu als Liebe. Wenn in vielen wichtigen Dingen zu viele Barrieren vorhanden sind, zu viele Unterschiede, die nicht zu klären sind – egal, wie sehr man es versucht – dann gibt es keine Chance, diese Beziehung zu führen.

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Das Positive muss überwiegen

Wenn die Gefühle, die anfangs da waren mehr und mehr schwinden und mehr und mehr Streit den Alltag beherrscht, ohne jegliche Aussicht auf Besserung, muss man sich eingestehen, dass es keine Verbindung für die Ewigkeit ist, sondern nur eine schöne gemeinsame Zeit war, die man erleben durfte. Eine Reise, die man zusammen beging und die irgendwann zu Ende war.

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Der Schmerz, die Trauer, der Streit.

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Ich bin dankbar für die Erfahrung und die positiven Erinnerungen. Irgendwann werden die negativen schwinden, so ist es doch immer. Ich werde aus den Fehlern lernen und beim nächsten Mal früher auf die Warnsignale achten, die man vor lauter Verliebtheit abtut und die einen später zu sehr stören.

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Gegensätze ziehen sich (nicht nur) an

Es ist wichtig, dass man sich in den für einen selbst wichtigen Punkten nicht zu unähnlich ist. Dass man offen kommunizieren kann, aber auch nicht alles zerredet. Dass jeder mal nachgibt. Das keiner das Gefühl hat, bervormundet zu werden oder weniger wichtig zu sein.

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Beziehung als Trostspender, als Lückenfüller

Es gibt Dinge, die kann man nicht auf sich nehmen und Erwartungen, die man nicht erfüllen kann und muss. Jeder Partner ist irgendwo dafür selbst verantwortlich, dass es ihm gut geht, dass er das Leben führt, was er leben möchte und dafür sein Bestmögliches gibt. Der andere hat nicht die Aufgabe und kann auch nicht das füllen, was jemandem fehlt. Die Beziehung sollte eine Bereicherung sein – ein i-Tüpfelchen – die Kirsche auf der Torte. Das bisherige Leben eines jeden Partners bleibt dasselbe.

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Denen, die wir lieben, geben wir das Recht,

uns wehzutun.

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Auf dass Ihr nicht vergesst, dass Ihr nicht allein seid und dass Ihr das überstehen werdet.

Auf dass Ihr die positiven Dinge schätzen könnt und die Erinnerung daran bewahrt, um offen für das Leben und die Menschen danach zu sein.

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Weine nicht, dass schöne Zeiten vorbei sind,

sondern lächle, weil du sie erleben durftest.

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Schilder mir Deine Erfahrungen, Deine Gefühle, Deine Erinnerungen.

Teil Dich mit und verarbeite. Du bist dazu imstande!

Herzliche Grüße

Deine A.

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